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3 DIY, von denen wir abraten

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Das Internet ist voller DIY-Anleitungen für Haus, Hof und Haut. Allerdings können einige davon der Haut auch schaden. Drei DIY, von denen wir abraten, beschreiben wir in diesem Beitrag.

Im Internet, insbesondere auf Youtube, gibt es eine Menge DIY-Anleitungen für Haus, Hof und Haut. Allerdings können einige davon der Haut auch erheblich schaden. Drei DIY, von denen wir absolut abraten, beschreiben wir in diesem Beitrag.

DIY #1: Zitronensaft

Dieses DIY macht uns richtig sauer: Zitronensaft! Dieser wird haufenweise pur und in selbstgemachten Mischungen empfohlen. Als Peeling und zur Entfernung von

  • Falten
  • Pickeln
  • Mitessern
  • Pigmentstörungen usw.
     

Nun gut, da ist auch etwas Wahres dran. Denn Zitronensaft enthält Ascorbinsäure, eine Form des Vitamin C. Sie ist ein Antioxidans und kann demnach schädigende freie Radikale abfangen und dadurch auch indirekt den Hautzustand verbessern. Des Weiteren kann Ascorbinsäure tatsächlich aufhellend wirken und außerdem auch die Hautstruktur, Elastizität und Kollagenproduktion verbessern. Und für den Peelingeffekt im Zitronensaft ist die Zitronensäure, eine Alpha-Hydroxysäure zuständig. Klingt doch alles gut. Also warum sollte nun Zitronensaft nicht pur auf die Haut aufgetragen werden?

Zunächst einmal ist er mit einem niedrigen pH-Wert um die 2,5 herum sehr sauer und kann je nach Hautzustand und Einwirkdauer zu oberflächigen Hautverätzungen mit Rötungen und Brennen führen. Daraus können auch im weiteren Abheilungsverlauf später auch Pigmentstörungen entstehen, sowohl dunkle als auch helle Pigmentflecken. Wir sprechen von sogenannten postinflammatorischen Hyperpigmentierungen und postinflammatorischen Hypopigmentierungen. Im ersten Fall mehr Pigmente, also dunklere Flecken. Und im zweiten Fall hellere Flecken, also weniger Pigmente. Das kann passieren, muss aber nicht.

Pigmentstörungen

Nun werden Fruchtsäure-Peelings ja auch im professionellen medizinisch-kosmetischen Setting angewendet. Aber da sind eben Dosierung, Einwirkzeiten und die ganzen Rahmenbedingungen kontrolliert. Im Gegensatz zum unkontrollierten Einsatz von puren Zitronensaft.

Aber Zitronensaft enthält noch eine Menge anderer Inhaltstoffe, beispielsweise sogenannte photosensibilisierende Furocumarine in den ätherischen Ölen der Zitrusschale. Wenn man die Zitrone auspresst, dann hat man diese Bestandteile auch im Saft. Und auf der Haut können sie die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht bzw. UV-Licht erhöhen. Aber nicht nur bei strahlendem Sonnenschein, sondern auch bei bedecktem Himmel, hier über die langwelligen UVA-Strahlen. Individuell je nach Schwere kann es zu verbrennungsähnlichen Symptomen mit Hautrötungen, Brennen und sogar Blasenbildung kommen. Manchmal auch noch verzögert nach 1 bis 3 Tagen.

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Aber das ist noch nicht alles. Denn später nach dem Abklingen der Entzündung können noch die erwähnten Pigmentflecken entstehen. Das hängt natürlich ab von der Menge an Furocumarinen, der Intensität der UV-Einstrahlung und dem jeweiligen Hautzustand. Dieses Phänomen nennt man Phytophotodermatitis bzw. Photodermatitis. Man kann es übersetzen als Verbrennung durch Pflanzeninhaltstoffe. Es ist zwar keine besonders häufige Reaktion, aber warum sollte man denn dieses Risiko eingehen?

Also auf den Punkt gebracht: Die Inhaltstoff-Zusammensetzung im Zitronensaft und die Reaktion darauf sind unkontrollierbar. Wir raten also davon ab, die Haut damit zu traktieren.

DIY #2: Facelift Tape 

Das Facelift Tape oder auch Tesafilm Tape (obwohl Tesafilm dafür eigentlich gar nicht mehr genommen wird). Das Facelift Tape war einmal in Hollywood eine probate kurzfristige Straffungsmethode, die gerne auch heute noch empfohlen wird. Dabei wird die seitliche Gesichtshaut mit Klebebändern windkanalmäßig nach hinten gezogen und dann die Frisur über dem Haaransatz gestylt oder eine Perücke aufgesetzt.

Facelift Tape

Es gibt viele verschiedene Varianten. Auch solche, bei denen ein kleines Stück Klebeband mit einem weniger sichtbaren Gummi um den Kopf gezogen wird. Die meist asiatischen Prozeduren sind da sehr kreativ.

Bei der Recherche zu diesem Beitrag mussten wir bei einigen Youtube-Videos herzlich lachen. Unweigerlich kam mir dabei die groteske Szene eines Facelifts aus dem Film »Brazil« (1985) in den Sinn. Also wenn ihr auch mal ein bisschen Spaß haben wollt, dann könnt ihr euch diese skurrilen Facelift Techniken auf Youtube anschauen.

Der Grund, warum wir davon abraten, ist, dass bei häufiger und längerer Anwendung die Haut in diesen geklebt-gezurrten Bereichen – und damit auch die elastischen und kollagenen Fasern – überdehnt wird. Und das kann dann langfristig zum Gegenteil führen. Nämlich zu Fältchen und erschlaffter Haut.

Zu dieser Problematik gehört auch der Haarverlust durch Überzerrung, die sogenannte Traktionsalopezie. Das passiert, wenn man oft einen ganz streng nach hinten gebundenen Zopf oder Dutt trägt. Denn langfristig angewendet, können hierdurch die Haarwurzeln überstrapaziert werden. Und das war´s dann mit dem Haarwachstum. Ihr seht das manchmal bei Menschen, die so eine Frisur sehr häufig und permanent tragen, dass sich dann der Haaransatz nach hinten verlagert.

Traktionsalopezie

DIY #3: Zucker- und Meersalz-Peeling

Machen süß und geben Würze. Aber nicht für die Haut! Sie werden gerne empfohlen, zum Beispiel in selbstgemachten Zucker-in-Öl-Pasten oder Zucker in Honig oder auch mit ein paar Spritzern Zitronensaft im Meersalz. Puh, auch noch Zitronensaft! Wir raten unbedingt von dieser Art Peeling ab. Denn die grobkörnigen Zucker- und Meersalzpartikel, die dafür hergenommen werden, besitzen kleine scharfe Kanten, die Mini-Einrisse in der Haut verursachen können. Und das kann dann zu weiteren Schädigungen führen, zum Beispiel dem Eindringen von Bakterien sowie auch Entzündungen.

Uns liegt deine Haut wirklich sehr am Herzen! Wir sind auch nicht prinzipiell gegen DIY. Einige finden wir sogar ausgesprochen gut. Einige findest du auch hier in unserem Blog.

Dein marirosa-Team

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Tags: DIY
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